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Öffentliche Ladesäulen in Deutschland: Anzahl, Bezahlen, Wallbox

Am 1. September 2026 waren in Deutschland 214 334 öffentliche Ladepunkte in Betrieb, davon 56 572 Schnellladepunkte (Bundesnetzagentur). Neue Ladesäulen müssen seit Juli 2023 Kartenzahlung anbieten, und seit April 2024 gilt EU-weit: Laden ohne Vertrag. Als Mieter oder Wohnungseigentümer haben Sie außerdem einen Anspruch auf eine Wallbox.

Veröffentlicht am 27.10.2026 · Vom Voldt®-Produktteam

Voldt®-Ladekabel Typ 2 in einem Innenhof

214 334

öffentliche Ladepunkte in Deutschland, 1. September 2026 (Bundesnetzagentur)

Viele öffentliche AC-Säulen haben nur eine Steckdose: Das Kabel bringen Sie mit.

Öffentliche Ladesäule

Bereit

Ihre Rechte an der Ladesäule

Laden ohne Vertrag

An Ladepunkten, die seit dem 13. April 2024 gebaut wurden. Ab 50 kW per Karte.

Der Preis pro kWh vorab

An Säulen ab 50 kW, bevor Sie starten.

Ein Recht auf die Wallbox

Für Mieter (§ 554 BGB) und Wohnungseigentümer (§ 20 WEG).

Karte vorhalten · erst den Preis sehen

AFIR, Artikel 5. Ladesäulenverordnung. BGB und WEG.

01 · Die Zahl

Wie viele öffentliche Ladepunkte gibt es in Deutschland?

214 334 am 1. September 2026, mit zusammen 9,38 GW Ladeleistung (Bundesnetzagentur).

Die Bundesnetzagentur führt das Ladesäulenregister, in das Betreiber ihre öffentlichen Ladepunkte melden. Am 1. September 2026 waren 157 762 Normalladepunkte und 56 572 Schnellladepunkte in Betrieb. Als Schnellladepunkt zählt dort alles über 22 kW, auch AC-Säulen mit 43 kW.

Die größte Gruppe sind die 114 589 Ladepunkte mit 15 bis 22 kW, also die klassische AC-Säule am Straßenrand oder auf dem Parkplatz (Bundesnetzagentur, 1. August 2026). Die meisten Ladepunkte stehen in Nordrhein-Westfalen und Bayern, mit rund 39 000 und 37 600 im Februar 2026 (Bundesnetzagentur).

Abb. 1

Öffentliche Ladepunkte in Deutschland, 1. September 2026

Voldt®

Alle Ladepunkte

214 334

Normal, bis 22 kW

157 762

Schnell, über 22 kW

56 572

Bundesnetzagentur, Ladesäulenregister, Stand 1. September 2026.

02 · AC oder DC

Wie unterscheiden sich AC- und DC-Ladesäulen?

An der AC-Säule lädt der Bordlader Ihres Autos mit bis zu 22 kW, meist über Ihr eigenes Kabel, während an der DC-Säule Gleichstrom über ein festes Kabel direkt in den Akku fließt, in der Regel mit 50 kW und mehr.

Eine AC-Säule liefert Wechselstrom, den das Ladegerät im Auto umwandelt. Das Auto setzt also die Grenze: Ein Auto mit 11-kW-Bordlader lädt auch an einer 22-kW-Säule mit 11 kW. Öffentliche AC-Ladepunkte, die seit dem 18. November 2017 errichtet oder erneuert wurden, haben einen Typ-2-Anschluss (AFIR). Viele haben nur eine Steckdose, das Kabel bringen Sie mit.

Eine DC-Säule wandelt den Strom selbst um und schickt Gleichstrom direkt in den Akku. Ihr Kabel ist fest angeschlagen und endet in einem CCS-Stecker, der an neuen öffentlichen Schnellladepunkten Pflicht ist. Wie schnell Ihr Auto lädt, hängt vom Akku, von der Temperatur und vom Ladestand ab.

Abb. 2

Zwei Arten öffentlicher Ladesäulen

Voldt®

Typ-2-Stecker

AC

Umwandlung im Auto

Netz

AC-Säule

Bordlader

Akku

Kabel

Oft keins: Typ-2-Kabel mitbringen

Leistung

Bis 22 kW, begrenzt durch Ihr Auto

Wo

Straße, Parkplatz

CCS2-Stecker

DC

Umwandlung in der Säule

Netz

DC-Säule

Bordlader, ungenutzt

Akku

Kabel

Fest, mit CCS-Stecker

Leistung

Meist 50 kW und mehr

Wo

Autobahn, Ladeparks

Wechselstrom
Gleichstrom

Anteil an allen öffentlichen Ladepunkten

Bis 22 kW, 73,6 %

Über 22 kW, 26,4 %

AFIR, Anhang II. Anteile: Bundesnetzagentur, 1. September 2026. Stecker vereinfacht, nicht maßstäblich.

03 · Bezahlen

Wie bezahlen Sie an einer öffentlichen Ladesäule?

An neuen Säulen per Karte und ohne Vertrag, an älteren oft noch mit Ladekarte oder App.

Seit dem 1. Juli 2023 müssen neu errichtete öffentliche Ladesäulen in Deutschland kontaktlose Zahlung mit Debit- oder Kreditkarte anbieten (Ladesäulenverordnung). Seit dem 13. April 2024 gilt zusätzlich die EU-Verordnung AFIR: Jeder neue öffentliche Ladepunkt muss Laden ohne Vertrag ermöglichen, und bestehende Säulen ab 50 kW am TEN-V-Kernnetz brauchen bis zum 1. Januar 2027 ein Kartenterminal.

Ab 50 kW muss der Ad-hoc-Preis pro kWh gelten und vor dem Start an der Säule stehen, eine Blockiergebühr pro Minute separat. Unter 50 kW müssen alle Preisbestandteile vor dem Laden klar sein. Ladekarten und Apps funktionieren weiter, ihr Preis kann höher oder niedriger liegen.

Einen Durchschnittspreis für Deutschland gibt es nicht. Die EU-Beobachtungsstelle für alternative Kraftstoffe (EAFO) hat versucht, solche Werte pro Land zu berechnen, und kam zu dem Schluss, dass die Tarife dafür zu unterschiedlich sind (EAFO, 2022). Vergleichen Sie an der Säule oder in der App.

Abb. 3

Woraus sich ein Ladepreis zusammensetzt

Voldt®

Ad hoc

Karte oder QR-Code, kein Vertrag

Energie pro kWh
Blockiergebühr pro Minute
Startgebühr pro Ladevorgang

Ab 50 kW: vor dem Start auf dem Display

Ladekarte oder App

Vertrag mit einem Anbieter

Energie pro kWh oder Minute
Grundgebühr pro Monat
Roaming fremde Netze

Preis Ihres Anbieters

AFIR, Artikel 5. Ladesäulenverordnung. EAFO. Gebühren nur, wo der Betreiber sie erhebt.

Voldt®-Tipp

Unterwegs laden wir ad hoc mit Karte und behalten für die Säule vor der Haustür eine Ladekarte. Achten Sie vor dem Start auf die Blockiergebühr: Sie kann weiterlaufen, wenn das Auto längst voll ist.

04 · Zu Hause

Haben Sie Anspruch auf eine Wallbox?

Ja: Mieter nach § 554 BGB und Wohnungseigentümer nach § 20 WEG können die Zustimmung zu einer Ladestation verlangen.

Seit Dezember 2020 können Vermieter und Eigentümergemeinschaften eine Wallbox nicht mehr einfach ablehnen. Mieter haben nach § 554 BGB einen Anspruch auf die Erlaubnis, Wohnungseigentümer nach § 20 WEG einen Anspruch darauf, dass die Gemeinschaft den Einbau gestattet. Die Kosten trägt in der Regel, wer die Wallbox haben will.

Die Installation folgt der DIN VDE 0100-722. Eine Wallbox müssen Sie vor der Inbetriebnahme beim Netzbetreiber anmelden, und über 12 kVA braucht sie seine Zustimmung (NAV, § 19). Für eine Wallbox mit 11 kW reicht damit die Anmeldung, für 22 kW brauchen Sie die Zustimmung.

Voldt®-Tipp

Stellen Sie Ihren Antrag schriftlich und nennen Sie Ort, Leistung und den ausführenden Elektrofachbetrieb. So kann die Gemeinschaft oder der Vermieter auf einer klaren Grundlage entscheiden.

05 · Ausland

Was ändert sich beim Laden im Ausland?

Die Stecker bleiben gleich, Typ 2 und CCS, und in der ganzen EU gelten dieselben Bezahlregeln, aber jedes Land zählt und regelt das Laden auf seine Weise.

Seit dem 13. April 2024 lässt Sie jeder neue öffentliche Ladepunkt in der EU ohne Vertrag laden, und neue Säulen ab 50 kW nehmen Karten und zeigen den Preis pro kWh vorab (AFIR). Norwegen hat dieselben Regeln im Juni 2026 in ein eigenes Gesetz übernommen, und das Vereinigte Königreich hat eigene Regeln mit kontaktloser Zahlung.

Eine deutsche Ladekarte funktioniert im Ausland nur über Roaming, und der Preis kann dort anders ausfallen. Ohne Ladekarte zahlen Sie an neuen Säulen in der EU einfach mit Ihrer Bank- oder Kreditkarte (AFIR).

Unser Fazit

Deutschland hat 214 334 öffentliche Ladepunkte, und an neuen Säulen zahlen Sie per Karte ohne Vertrag. Legen Sie ein Typ-2-Kabel ins Auto und nutzen Sie Ihr Recht auf eine Wallbox, wenn Sie zu Hause laden wollen.

1

Typ-2-Kabel im Auto haben

2

Erst den Preis pro kWh prüfen

3

Auto wegfahren, wenn es voll ist

Kaufen, wenn Sie an öffentlichen AC-Säulen oder an einer Wallbox mit Steckdose laden

Lassen, wenn Sie nur an DC-Säulen oder an einer Wallbox mit festem Kabel laden

Voldt®

Für öffentliche AC-Säulen

Voldt®-Ladekabel Typ 2 auf Typ 2, dreiphasig, 32 A, 22 kW

22 kW

dreiphasig

Typ-2-Ladekabel, 22 kW

Dreiphasig, 32 A, 2 bis 40 m

Typ 2 auf Typ 2IP67 gesteckt−30 °C bis +50 °C

Für AC-Säulen und Wallboxen mit Steckdose.

Zum Ladekabel

Keine Säule in der Nähe? Das mobile Ladegerät von Voldt® lädt an der Haushaltssteckdose.

Sicher laden und Garantie

  • Rollen Sie das Kabel ganz ab und halten Sie Gehwege frei.
  • Nutzen Sie kein Kabel mit rissiger Isolierung oder verbogenen Kontakten.
  • Weicht die Anleitung Ihres Autos ab, gilt die Anleitung.

Voldt®-Ladekabel und mobile Ladegeräte sind CE-gekennzeichnet und TÜV-zertifiziert und haben 3 Jahre Garantie. Bedingungen und Ausschlüsse finden Sie auf der Seite Garantie und Reklamationen.

CE · TÜV · IP67 · 3 Jahre Garantie · 100 Tage Rückgabe

Häufige Fragen zum öffentlichen Laden

Kann ich überall mit Karte bezahlen?

An Säulen, die seit Juli 2023 neu errichtet wurden, ja. Ältere Säulen verlangen oft noch eine Ladekarte, eine App oder einen QR-Code.

Was bedeutet Ad-hoc-Laden?

Laden ohne Vertrag oder Abo, vor Ort bezahlt per Karte oder mit einer sicheren Online-Zahlung (AFIR, Artikel 5).

Was ist eine Blockiergebühr?

Eine Gebühr pro Minute, die manche Betreiber berechnen, wenn das Auto nach dem Laden angesteckt bleibt. Prüfen Sie sie vor dem Start.

Passt mein Typ-2-Kabel an eine Schnellladesäule?

Nein. DC-Säulen haben ein festes Kabel mit CCS-Stecker. Ihr Typ-2-Kabel ist für AC-Säulen und Wallboxen.

Darf mein Vermieter die Wallbox ablehnen?

Nur, wenn ihm der Einbau auch unter Abwägung Ihrer Interessen nicht zuzumuten ist (§ 554 BGB). Die Kosten tragen in der Regel Sie.

Warum haben so viele Säulen 22 kW?

Die meisten öffentlichen Ladepunkte sind AC-Säulen für längeres Parken. Die größte Gruppe liegt zwischen 15 und 22 kW (Bundesnetzagentur).

Voldt®

Voldt®-Produktteam, Produktentwicklung und Support

Entwickelt die Ladekabel und mobilen Ladegeräte von Voldt® und beantwortet die Fragen, die beim Voldt®-Support ankommen.

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