Ingenieurwesen der digitalen Kommunikation ISO 15118, Plug & Charge und die technische Notwendigkeit hochreiner Fertigung

ISO 15118, Plug & Charge und die technische Notwendigkeit hochreiner Fertigung

Die Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge im Vereinigten Königreich entwickelt sich hin zu einem System, das zunehmend durch komplexen und verschlüsselten Datenaustausch geprägt ist. Diese Entwicklung erfordert Hardware, die als zuverlässiger Träger hochdichter digitaler Informationen fungiert. Mit der zunehmenden Integration der Elektromobilität in den Massenmarkt gehen die technischen Anforderungen an ein Ladekabel heute über die reine elektrische Stromübertragung hinaus. Jede einzelne Komponente muss das Zusammenspiel digitaler Kommunikationsprotokolle unterstützen.

Der Standard ISO 15118 bildet die Grundlage für diese Entwicklung durch die Plug-&-Charge-Technologie. Für Ingenieure und Flottenbetreiber ist das Zusammenspiel zwischen hochrangigen Kommunikationsprotokollen und der physikalischen Integrität der Hardware ein wesentlicher Faktor für die Betriebssicherheit. Voldt® entwickelt Lösungen, die sicherstellen, dass der digitale Handshake ebenso stabil ist wie die elektrische Verbindung, die er steuert.

Der Voldt®-Standard

Technische Zuverlässigkeit durch lokale Fertigung

Voldt® agiert als europäischer Entwickler und Hersteller und nicht als Zwischenhändler oder Massenimporteur generischer Hardware. Durch die Fertigung unserer Ladelösungen in lokalen Produktionsstätten behalten wir die Kontrolle über die entscheidenden Variablen des Herstellungsprozesses. Dieser Ansatz adressiert einen bekannten Schwachpunkt beim Laden von Elektrofahrzeugen: den Steckverbinder.

Herkömmliche Stecker bestehen häufig aus mehreren Kunststoffkomponenten, die durch Schrauben und Klebstoffe zusammengehalten werden. Im Laufe der Zeit können thermische Wechselbelastungen und mechanischer Stress mikroskopische Spalten erzeugen, durch die Feuchtigkeit bei starkem Regen oder hohen Temperaturen eindringen kann. Selbst geringe interne Kondensation kann die Impedanz der Datenleitung verändern und Störungen in den ISO-15118-Kommunikationskanal einbringen.

Diesen Risiken begegnet Voldt® durch die Herstellung der Steckverbinder als einteiliges, massives Bauteil mittels Hochdruckspritzguss. Diese Konstruktion eliminiert interne Hohlräume, erreicht die Schutzart IP67 und stellt sicher, dass der Stecker gemäß standardisierten Prüfbedingungen gegen zeitweiliges Untertauchen geschützt ist.

Im Kabelinneren kommen Leiter aus hundert Prozent hochreinem Kupfer zum Einsatz, um Energieverluste zu reduzieren und die Signalintegrität im Vergleich zu weniger leitfähigen Legierungen zu erhalten. Dieser Fertigungsansatz wird durch eine umfassende Garantie und ein erweitertes Rückgaberecht unterstützt. Sämtliche von Voldt® hergestellten Kabel sind CE- und UKCA-gekennzeichnet, verfügen über vollständige Konformitätsdokumentation und werden unabhängig durch TÜV geprüft.

Diese Spezifikationen richten sich an Fahrer und Flottenbetreiber, die Zuverlässigkeit als langfristige technische Investition verstehen.

Die digitale Architektur moderner Mobilität

ISO 15118 erläutert

Der Standard ISO 15118 markiert den Übergang von der früher verwendeten analogen Signalübertragung. Bei der konventionellen Ladeinfrastruktur wurde die Sicherheit über Pulse-Width-Modulation-Signale gesteuert, die über den Control-Pilot-Leiter übertragen wurden. Obwohl dieses Verfahren für grundlegende Sicherheitsprüfungen ausreichend war, ist analoge Signalübertragung in ihrer Fähigkeit begrenzt, die Datenmengen zu transportieren, die für automatisierte Abrechnung oder bidirektionalen Energietransfer erforderlich sind.

ISO 15118 führt die High-Level-Communication ein, indem ein digitales Signal über Power-Line-Communication auf den bestehenden Control-Pilot-Leiter aufmoduliert wird. Die Umsetzung basiert auf dem HomePlug-Green-PHY-Standard, der ein definiertes Frequenzband zur Datenmodulation nutzt. Durch die Verwendung des Kupferleiters als Datenverbindung bauen Fahrzeug und Ladestation eine IP-Verbindung zum Austausch verschlüsselter Nachrichten auf.

Der mehrteilige Aufbau von ISO 15118

Die Komplexität von ISO 15118 wird durch mehrere klar abgegrenzte Teile strukturiert, die jeweils bestimmte Ebenen des Kommunikationsstapels abdecken.

Standardteil Bezeichnung Technische Funktion
ISO 15118-1 Allgemeine Anforderungen Übergeordnete Architektur und funktionale Anforderungen
ISO 15118-2 Netzwerk und Anwendung Anforderungen an Netzwerk- und Anwendungsprotokolle
ISO 15118-3 Physikalische Schicht und Datenlink Anforderungen an physikalische Schicht und Datenlink
ISO 15118-4 Protokolltests Testverfahren für Netzwerk- und Anwendungsebene
ISO 15118-5 Physikalische Tests Prüfungen der physikalischen Schicht und des Datenlinks
ISO 15118-20 Zweite Generation Unterstützung bidirektionaler Energieübertragung und aktualisierte Sicherheitsmechanismen

Check out our products

    • Wie sind Voldt® Hochvoltkabel aufgebaut?

    • Wie funktioniert ein tragbares EV-Ladegerät?

    • Was ist ein Temperaturschutz bei Ladekabeln für Elektrofahrzeuge?

    Plug & Charge

    Mechanik der Authentifizierung

    Plug & Charge bietet eine professionelle Lösung, die das Nutzererlebnis durch automatisierte Identifikation vereinfacht. Sobald ein Voldt®-Typ-2-Ladekabel ein kompatibles Fahrzeug mit einer Ladestation verbindet, wird eine Abfolge digitaler Prozesse gestartet.

    Das System initiiert zunächst den Sitzungsaufbau, gefolgt von einer Abfrage verfügbarer Dienste. Anschließend übermittelt das Fahrzeug seine digitalen Anmeldeinformationen, beispielsweise ein Vertragszertifikat, das von der Ladestation über eine Public-Key-Infrastructure validiert wird.

    Diese schnelle Kommunikation erfolgt mittels Efficient XML Interchange, einem komprimierten binären Format zur Reduzierung der Latenz. Der Erfolg dieses Austauschs hängt maßgeblich vom Signal-Rausch-Verhältnis ab, das durch die Hardware aufrechterhalten wird. Wird die interne Geometrie oder die Materialreinheit des Kabels beeinträchtigt, kommt es zu erhöhter Dämpfung hochfrequenter Signale, was Zeitüberschreitungen und fehlgeschlagene Ladevorgänge zur Folge haben kann.

    Die Physik der Information

    Warum Kabelqualität entscheidend ist

    Voldt® betrachtet das Ladekabel als hochfrequente Übertragungsleitung und nicht lediglich als Stromleiter. Der Übergang zu ISO 15118 macht die elektrischen Eigenschaften der Control-Pilot- und Protective-Earth-Leiter entscheidend für die Datenintegrität.

    Signal-Rausch-Verhältnis und Dämpfung

    Power-Line-Communication moduliert ein Datensignal auf einen Leiter, der bereits elektrischen Störungen durch das bordeigene Ladegerät oder die Umgebung ausgesetzt sein kann. Für einen stabilen digitalen Handshake muss das Signalniveau dauerhaft über dem Rauschpegel liegen.

    Voldt® setzt auf Leiter aus hundert Prozent hochreinem Kupfer, um den elektrischen Widerstand so gering wie möglich zu halten. Viele massenproduzierte Kabel verwenden kupferbeschichtetes Aluminium oder minderwertige Legierungen, die den Widerstand erhöhen und das Signal über größere Entfernungen abschwächen.

    Impedanzoptimierung und feindrähtige Auslegung

    Da die Datenübertragung im Megahertz-Bereich erfolgt, unterliegt der Leiter dem Skin-Effekt, bei dem hochfrequente Ströme bevorzugt nahe der Leiteroberfläche fließen. Voldt® konstruiert seine Kabel mit einer hohen Anzahl feiner Kupferdrähte, um die elektrischen Eigenschaften und die Impedanz zu optimieren.

    Auch wenn der Skin-Effekt dadurch nicht vollständig eliminiert wird, erhöht diese Konstruktion die effektive Oberfläche des Leiters und ermöglicht einen saubereren Signalpfad mit verbesserter Störfestigkeit.

    Steckverbinder-Engineering

    Versilberung und thermisches Management

    Die physische Schnittstelle zwischen Stecker und Fahrzeug ist erheblichen elektrischen Belastungen ausgesetzt. Voldt® verwendet Steckkontakte aus Kupfer mit vollständiger Versilberung.

    Silber besitzt die höchste elektrische und thermische Leitfähigkeit aller Metalle. Dadurch wird der Kontaktwiderstand reduziert und die Wärmeabfuhr verbessert, insbesondere bei hohen Strombelastungen wie beim dreiphasigen Laden mit hohen Leistungsniveaus. Obwohl Silber in schwefelhaltigen Umgebungen anlaufen kann, bietet es geringeren Kontaktwiderstand und bessere Wärmeleitung als viele nickelbeschichtete Alternativen.

    Sicherheitsprotokolle und regulatorische Anforderungen im Vereinigten Königreich

    Ein Ladekabel muss über viele Betriebsstunden hinweg unter unterschiedlichen Umweltbedingungen zuverlässig funktionieren. Voldt® integriert redundante Sicherheitsfunktionen zum Schutz von Fahrzeug und Nutzer.

    Thermischer Schutz und Erdungsüberwachung

    In mobilen Mode-2-Ladekabeln von Voldt® sind Thermistoren in unmittelbarer Nähe der Steckkontakte integriert. Diese Sensoren kommunizieren mit dem In-Cable-Control-and-Protection-Device, um die Temperaturentwicklung zu überwachen. Überschreitet die Temperatur sichere Grenzwerte, wird der Ladestrom automatisch reduziert oder abgeschaltet.

    Dies ist insbesondere für den britischen Markt relevant, da dort häufig über Haushaltssteckdosen geladen wird, die nicht für dauerhafte hohe Lasten ausgelegt sind. Passive Mode-3-Typ-2-Kabel verlassen sich auf die aktive thermische Überwachung durch Fahrzeug und Ladestation, während Voldt® sicherstellt, dass die physische Ausführung der Verbindung denselben Qualitätsanforderungen entspricht.

    Darüber hinaus verfügen Voldt®-Produkte über eine integrierte Erdungsüberwachung. Das System prüft kontinuierlich das Vorhandensein einer korrekten Erdverbindung. Ist diese nicht gegeben oder fehlerhaft, wird der Ladevorgang nicht gestartet. Dadurch werden empfindliche Fahrzeugelektronik geschützt und das Risiko eines elektrischen Schlags minimiert.

    Vorschriften für öffentliche Ladepunkte

    Der britische Markt unterliegt regulatorischen Vorgaben, die zuverlässige Hardware für kommerzielle Betreiber unerlässlich machen. Die Anforderungen an öffentliche Schnellladepunkte stellen hohe Erwartungen an Verfügbarkeit und Betriebsstabilität. Die Erfüllung dieser Vorgaben setzt ein Hardware-Ökosystem voraus, das sporadische Ausfälle minimiert.

    Der technische Ansatz von Voldt® ist darauf ausgelegt, kabelbedingte Fehlerquellen zu reduzieren und einen stabilen Betrieb in anspruchsvollen Ladeinfrastrukturen zu unterstützen.

    Fachliche Bewertung

    Der technische Vorsprung von Voldt®

    Aus der Perspektive eines erfahrenen Ingenieurs ist die Wahl des Ladekabels eine Frage des Risikomanagements. Die Branche befindet sich weiterhin in einer Übergangsphase, in der viele Produkte eher nach Maßstäben der Unterhaltungselektronik als nach denen kritischer Infrastruktur entwickelt werden.

    Die Entscheidung von Voldt®, in Europa zu fertigen, ermöglicht ein Maß an Qualitätskontrolle, das mit ausgelagerten Importlösungen nur schwer erreichbar ist. Durch die Kombination aus hochreinem Kupfer, versilberten Kontakten und einteiliger IP67-geschützter Steckverbinderkonstruktion stellt Voldt® sicher, dass der durch ISO 15118 definierte digitale Handshake dauerhaft stabil bleibt.

    Voldt® liefert Hardware, die auf Langlebigkeit ausgelegt ist — Energie ohne Kompromisse.

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