Audi lädt langsamer als erwartet: echtes Problem oder einfach Physik?
Die meisten "lädt zu langsam"-Beschwerden sind keine Defekte. Sie sind die Lücke zwischen dem, was ein Audi auf dem Papier ziehen könnte, und dem, was er tatsächlich ziehen darf, gegeben durch den Onboard-Charger des Fahrzeugs, die Leistung der Säule und die Verkabelung dazwischen. Wenn Sie diese drei Grenzen kennen, wird das Bild schnell klar.
Was Ihr Audi tatsächlich an AC akzeptieren kann
Das ist die häufigste Quelle für Missverständnisse:
- Audi-BEVs (e-tron, Q4 e-tron, Q6/Q8 e-tron, e-tron GT): bis zu 11 kW AC an einer dreiphasigen Versorgung. Der Q4 35 ist auf 7,2 kW gedeckelt.
- Audi-PHEVs (A3, Q3, Q5, Q7, Q8 TFSI e): nur Typ 2, einphasig, 3,6 bis 7,4 kW, je nach Modell und Markt.
Kein Audi lädt an AC schneller, als sein Onboard-Charger erlaubt, auch nicht an einer 22-kW-Säule. Ein PHEV an einer 22-kW-Säule zieht 3,6 bis 7,4 kW. Das ist kein Fehler, das ist die Spezifikation.
Was Sie prüfen sollten, bevor Sie einen Defekt annehmen
- Säulenleistung und Strombegrenzung im Klaren? Deutsche Haushalte sind meist dreiphasig mit 32 A pro Phase, an einer dedizierten Wallbox geben Sie einem BEV also die vollen 11 kW. In Hausplätzen mit nur einphasigem Anschluss landen Sie bei rund 7,4 kW.
- Strombegrenzung im Fahrzeug prüfen. Audi lässt Sie den Ladestrom pro Ort deckeln. Eine einmal gesetzte und vergessene Reduzierung ist eine sehr häufige Ursache für "langsame" Sitzungen.
- Kabel-Stromstärke prüfen. Ein 16-A-einphasiges Typ-2-Kabel drosselt ein Fahrzeug, das sonst 32 A ziehen würde. Haben Sie ein dreiphasiges 11-kW-Auto, brauchen Sie ein dreiphasiges 32-A-Kabel für volle Geschwindigkeit. Ein korrekt spezifiziertes Voldt Typ-2-Ladekabel für Audi ist auf den Onboard-Charger des Fahrzeugs abgestimmt, sodass das Kabel nie der Engpass ist.
- Batterietemperatur und Ladestand. Ein kalter Akku oder eine Sitzung oberhalb von etwa 80 % wird gedrosselt, auch an AC. Das ist normal.
- An DC-Schnellladesäulen wird die Spitzenleistung nur kurz gehalten. Die durchschnittliche Geschwindigkeit liegt immer unter dem Werbe-Maximum.
Fazit
Klären Sie zuerst Ihre reale Obergrenze: Onboard-Charger, Säulenleistung, Kabel-Stromstärke, Strombegrenzung im Fahrzeug. Der niedrigste dieser vier Werte ist Ihre tatsächliche Ladegeschwindigkeit. In den meisten Fällen tut das System genau das, wofür es ausgelegt ist.